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Alt 21.11.03, 15:37
Javanoth
 
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Exclamation Wichtig - Literatur Lesung... Brauche Feedback...

Hallo Leute,

ich bräuchte eventuell euer Feedback oder eure Meinung zu folgendem Thema. Ich habe mich dazu verpflichten lassen, in meinem Dorf in Obsteig eine kleine Lesung zu veranstalten und zwar über das Thema: "Fantastische Literatur" und die Grundelemente von Fantasy, Science Fiction und Horror.
Das ganze ist zwar als freier Vortrag geplant, jedoch erstelle ich im Augenblick ein umfassendes Scriptum für diesen Abend. Zur Verfügung stehen ca. 3 Stunden, hängt von der Lust und Laune der Leute ab.

Grundsätzlich möchte ich mit dem Publikum interagieren. Ich möchte, das die Leute mit mir reden und Fragen stellen.

Meine Planung:
Ambiente: Passendes Flair in einer Bücherei mit Lesetisch am Ende des Raums wo 2 Tierschädel mit Tropfkerzen stehen, Spinnweben an den Wänden, dunkle Räumlichkeiten. Verschiedene Einrichtungsgegenstände die für das Grundthema "Fantastische Literatur" passend erscheinen.

Ablauf:
  • Begrüßung und Vorstellung
  • Kleines Brainstorming mit den Anwesenden: "Was ist Fantastische Literatur", "Bekannte Beispiele Zeitgenössischer Literatur", "Stereotypen der Literatur Formen", etc, blah...
  • Einleitung zum Thema Fantastische Literatur
  • Fantasy:
  • Die Welten der Fantasy (Schwert & Magie, Heroic Fantasy, Dark Fantasy, High Fantasy)
  • Stereotypen der Fantasy (Magier, Elf, Zwerg, ...)
  • Immer wieder Leseproben aus verschiedenen Romanen zur Verdeutlichung der einzelnen Bereiche des Vortrags
  • Kleiner Met Umtrunk für die Gäste
  • Science Fiction:
  • Einleitung zum Thema Science Fiction
  • Die Arten der Zukunft (Endzeit Science Fiction, High Science Fiction)
  • Stereotypen der Zukunft (Merc, PSI Magier [Darkover ], etc.)
  • Horror:
  • Einleitung zum Thema Horror
  • Die Haudrauf Methode
  • Die Subtile Methode
  • Stereotypen des Horrors (der Vampir, der Werwolf, das Ding ohne Namen, das Unbekannte)
  • Besprechungen, Fragen und Antworten, etc, Abschluss des ganzen...
Das war mal das, was ich so geplant hätte
Nun meine Frage an EUCH: Was würdet ihr euch denn so vorstellen, was würdet ihr euch wünschen, wenn ihr in solch eine Lesung gehen würdet. Welche Erwartungen und so würdet ihr haben? Allerdings muss man auch beachten, das das Tiroler sind wo ich die Lesung halte. Oberlandler, ein recht ein verkapptes und konservatives Volk. Tiroler halt. Bringt mir aber trotzdem eure Ideen und eure Anregungen... wenn ihr Lust und Laune habt euch den ganzen Wulst da unten durchzulesen ) Und vor allem, es ist eine Pfarrbücherei, von da her muss ich mit bestimmten Themen vorsichtig sein wie mit folgendem Zitat (Horror, Stereotyp Vampir):

Bram Stokers Dracula:
Ich werde dich mit dem Mund vergewaltigen, und es wird die gefallen; anstatt deinem Körper lebensspendende Flüssigkeit zu geben, werde ich sie ihm nehmen.

Ich poste auch ein paar Ideen zu dem Thema die ich mir bereits aufgeschrieben habe, aber noch nicht in einem zusammenhängenten Text verpackt habe.

Literatur Lesung:

1) Vorwort

Fantastische Literatur ist die älteste Form von Erzählungen in schriftlich niedergelegter Form. Der erste bekannte Fantasy Roman ist vermutlich der Gilgamesch Epos (hier streitet sich die Wissenschaft: Mythos oder Tatsachenberichte?) aus Persien, mehr als 4.000 Jahre alt. An diesem Abend werden wir die drei klassischen Arten der Fantastischen Literatur (Fantasy, Science Fiction und Horror) durchleuchten, viele Lesebeispiele hören und uns mit der Psychologie der Literatur auseinandersetzen.
In erster Linie dient die Literatur der Unterhaltung, der Bildung, oft auch der Erziehung oder dem Ausdruck bestimmter moralischer Aspekte. Nicht nur im westlichen Bereich unserer Erde ist man seit Jahrhunderten von fantastischen Geschichten fasziniert. Erzählte man sich früher noch die Geschichten am Lagerfeuer oder wurden in den griechischen, persischen oder römischen Schulen von Lehrern vorgetragen, so haben die Geschichten heute ihren Weg in unsere kommerzielle Gesellschaft geschafft und dienen der Unterhaltung und Bildung, weniger der Erziehung und moralischen Festigung.

Doch was ist fantastische Literatur überhaupt? Fantastische Literatur ist jene Art von Geschichte, welche fantastische Elemente besitzt, Elemente, die in unserer heutigen, rationellen Weltanschauung nicht möglich sind. Als bestes Beispiel für dieses Fantastische nehmen wir Krieg der Sterne oder Star Trek. Utopische Visionen eines kreativen Kopfes. Visionen die fantastisch sind.
Ja, dann müssten auch Romane die erfundene Figuren und Handlungen haben fantastisch sein, werden Sie nun sagen. Nun, das stimmt zum Teil, jedoch beschränken sie sich auf irdische Möglichkeiten, die zum Teil wahr sein könnten. Die Definition von Fantastischer Literatur ist sehr schwer und oft sind die Grenzen sehr fließend und schwer zu erkennen. Wir wollen uns aber mit der klassischen Fantasy Literatur beschäftigen und nicht mit den hybriden Formen. Gerade die Definition von Fantasy und Nicht-Fantasy wird wohl auf jeder Literatur Convetion behandelt, jeder Autor hat seine eigenen Ansichten dazu und jeder Kritiker wieder andere.

Wir sind heute nicht hier, um den Wert und die Qualität von Fantastischer Literatur zu bewerten, sondern wir wollen uns viel mehr mit den verschiedenen Arten auseinander setzen. Klar, man muss dabei immer wieder auf verschiedene Autoren eingehen um sie zu verstehen und wir werden heute, wenn wir eine Wertung abgeben wollen, viele Facetten von so genannter "Kunst" durcharbeiten. Aber bilden Sie sich selbst ein Bild davon.
Der berühmteste Lehrsatz von E.B. Whits, "The Element of Style" ist seine 13. Regel: "Unnötige Worte weglassen".
Zugegeben, viele der modernen Literaten halten sich nicht daran, sondern schmücken ihre Werke aus bis fast jedes Detail beschrieben worden ist. Um ein kurzes positives Beispiel zu nennen, ehe wir uns dann der Literatur selbst zuwenden ist Robert Louis Stevensons "Dr. Jekyll und Mr. Hyde": Die Charakterisierungen sind rasch und präzise; Stevensons Figuren werden angerissen, verkommen aber niemals zu Karikaturen. Stimmung wird angedeutet, nicht herbeigeredet. Der Duktus ist so abgehakt und rasant wie das hochfrisierte Auto eines Jugendlichen.
Die Facette eines jeden Buches, die am häufigsten übersehen wird, dürfte die sein, dass es ihm gelingt, die Wirklichkeit zu überwinden und ins Reich der reinen Fantasie abzuheben. Und genau das gelingt Stevensons vortrefflich. Durch seine kurze, prägnante Schilderung, durch seinen klaren, fast wissenschaftlichen Textfluss wird der Leser fast dazu gezwungen, die restlichen Bilder in seinen Gedanken zu malen. In seiner Fantasie.
Je mehr Details also eine Geschichte trägt, desto leichter wird es dem Leser gemacht, sich die Geschichte vorzustellen. Das ist in meinen Augen ein bedauerlicher Werdegang, da somit die Kreativität nicht beim Leser liegt, sondern beim Autor, der dem Leser vorschreibt, wie seine Welt auszusehen hat. Doch genug nun von den Stilmitteln der Schreiberlinge, wir werden später noch genug davon zu hören bekommen.

Im vergangenen Jahrhundert hat die Kunstform des Erzählens eine radikale Veränderung durchgemacht, ein neues Medium wurde zum weit verbreitetesten Träger solcher Erzählungen: das Fernsehen und das Kino. Wenn wir die Literatur betrachten wollen, müssen wir auch Zwangsweise auf diese Visuellen und Auditativen Medien eingehen um den Kreis zur Entwicklung der Fantastischen Literatur zu schließen. Doch spielt diese Form der Erzählung hauptsächlich im fantastischen Bereich des Horrors eine tragende Rolle. Bei Fantasy und Science Fiction können wir sie getrost weglassen, wurden diese Genres nicht so stark von dieser Bewegung geformt.

Fantastische Literatur erzählt fast immer vom ewigen Kampf des guten gegen das Böse und fast immer gewinnt das Gute, in welcher Form auch immer (das kann der gefallene Engel der Hölle sein, gleich wie das Unbill nach einem Raumschiffabsturz auf einem unbewohnten Planeten). Es gibt so viel Schrecken in unserer Welt, das wir Unterbewusst froh sind, wenn der böse Schurke am Ende der Schlacht in die Tiefe einer Höllenspalte stürzt oder von wilden Tieren, die er selbst aufgezogen hat gefressen wird. Der Böse soll dafür zahlen, das er die Guten so gequält hat. Wir dürsten danach, das Blut des Bösewichts auf dem gesamten Flur zu verteilen und der Gute soll die hübsche Prinzessin heiraten.
Wir haben fast immer diese Faktoren. Der Gute (meistens gegen seinen Willen) kämpft gegen den Bösen (meist ein komplett rücksichtsloser und kalter Mistkerl, der die Wörter Moral und Ethik nicht einmal aussprechen kann) und bekommt am Ende eine Belohnung für seine aufopferungsvolle Tat (meistens in Form einer hübschen, jungen Braut). Der Leser ist nun glücklich und kann das Buch getrost weglegen, wieder einmal hat das Gute triumphiert und das Böse wurde vernichtet. Gleich darauf greift der werte Leser zur Fernbedienung und sieht sich die Nachrichten an und denkt sich, wäre es nicht toll auch hier solch einen Helden, einen Guten zu haben, der all das Böse auf der Welt vernichtet? Literatur, welche diesem Schema folgt ist eine Art Therapie für den Leser. Er kann sich oft selbst mit der Figur des Helden identifizieren und den Erzbösewicht selbst besiegen und besiegt so seine eigene Ohnmacht was das Geschehen in unserer Welt angeht.

Doch was ist, wenn nun einmal das Böse triumphiert? WAS? werden Sie sich denken, wie kann man nur auf eine solch verkommene Idee kommen?
Nun, Romane in denen unser Held nicht siegt, sind in der Tat sehr selten. Wir finden fast immer einen kleinen Sieg für uns selbst (hat er nun wirklich "uns selbst" gesagt? Ja, aber lassen Sie mich bitte ausreden), wir wollen das Böse nicht die Oberhand gewinnen lassen. Hier suchen wir verzweifelt nach einem moralischen Aspekt und werden ihn auch meistens finden (Abgesehen von den Lovecraftschen Visionen, wo die Welt immer den Bach runter geht). Allerdings sind wir im ersten Augenblick verwirrt, lesen die letzen Seiten noch einmal durch, können nicht glauben, das der Held nun wirklich gestorben ist oder in eine andere Dimension geschleudert wurde, aus der ihn nur der Bösewicht befreien kann (was er natürlich niemals tun wird, hehehe). Wir fragen uns, warum wir diesen Schund gelesen haben, wo wir nun so lange mit dem Helden mitgezittert haben, jeder Tropfen Schweiß, den er vergossen hat, haben wir auf unseren Lippen gespürt, jede Träne die er geweint hatte, rann auch über unsere Wangen. WARUM? fragen wir uns, warum denn nur? Zu guter letzt gibt es keine Antwort auf diese Frage, vielleicht wollte sich der Autor die Möglichkeit für eine Fortsetzung offen behalten, in der der Bösewicht den Helden aus seinem Gefängnis in einer anderen Dimension befreit oder

2) Fantasy

Anmerkung zur Fantasy: Die Kreaturen und Lebewesen in der Fantasy Literatur sind sehr oft von regionalen Märchen und Geschichten aus allen Bereichen der Welt entstanden.

2.1 Einleitung
Wenn man vor 4 Jahren einen durchschnittlichen Jugendlichen auf der Straße angesprochen hätte und ihn gefragt hätte wer J.R.R. Tolkien gewesen war, hätte er vermutlich gesagt: "War das nicht ein amerikanischer Präsident?".
Seit dem Hype der Filme "Herr der Ringe" und den gleichnamigen Romanen in einer kompletten Neuauflage von Klett Cotta ist der verstorbene Autor J.R.R. Tolkien in aller Munde. War "Herr der Ringe" vor ein paar Jahren noch Literatur für langhaarige, ungewaschene Freaks, so ist es seit dem gigantischen Hollywood Film stubenrein gemacht worden.
Man kann "Herr der Ringe" als die Mutter, oder den Vater, wie man will, der modernen Fantasy Literatur sehen, schuf Tolkien damit doch bestimmte Archetypen die seit der Erstveröffentlichung der Bücher immer wieder in der Fantasy Literatur Erwähnung gefunden haben. Weise, alte Magier, geheimnisvolle, wunderschöne Elfen, kleine, bärtige Zwerge, Trolle, Orks, Drachen und viele Typen mehr.

2.2) Die Welten der Fantasie

2.2.1) Schwerter und Magie
2.2.2) Heroic Fantasy
2.2.3) Dark Fantasy
2.2.4) High Fantasy


3) Science Fiction
3.1) Einleitung
3.2) Die Arten der Zukunft


3.2.1) Endzeit Science Fiction
3.2.2) High Science Fiction


4) Horror

4.1) Einleitung
4.2) Die haudrauf Methode
4.3) Die subtile Methode
4.4) Die Arten des Schreckens


4.4.1) Der Vampir
Leseprobe:
Ernst Molden – Austreiben
Bram Stoker - Dracula
4.4.2) Der Werwolf
Leseprobe:
4.4.3) Das Ding ohne Name
Leseprobe:
Frankenstein
4.4.4) Das Unbekannte
Leseprobe: H.P. Lovecraft – Die Farbe aus dem All
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  #2  
Alt 21.11.03, 15:41
Javanoth
 
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Re: Wichtig - Literatur Lesung... Brauche Feedback...

Stichworte und Ideen (noch nicht komplett eingefügt...):
  • Utopische Literatur, dystopische Literatur, Schwert und Magie, Heroic Fantasy, Future History, etc.
  • Die Angst vor dem anderen: "Haltet nach dem Mutanten ausschau"
  • Laborarbeiter: Viktor Frankenstein, weiter zurück zu Faust, Dädalus, Prometheus, Pandora… Ein Stammbaum, der direkt in den Schlund der Hölle führt, wenn es je eine gabe.
  • Eine der häufigsten Themen der fantastischen Literatur ist die Unsterblichkeit: Vampire, etc…
  • Man kann sämtliche Horrorgeschichten in zwei Gruppen einteilen: diejenigen, in denen der Horror als Folge einer Tat des freien und bewussten Willens eintritt – einer bewussten Entscheidung, Böses zu tun -, und jene, in denen der Horror vorbestimmt ist und wie ein Blitzschlag von außen kommt.
    Womöglich die beste Geschichte über das Böse im Inneren, die jemals geschrieben wurde ist Poes "Das verräterische Herz", wo aus reinstem Bösen heraus ein Mord begangen wird, ohne irgendwelche mildernden Umstände, die die Tat beschönigen könnten. Poe deutet an, dass wir seinen Erzähler verrückt nennen müssen, dass ein so vollkommenes, motivloses Böses verrückt ist – um unserer eigenen geistigen Gesundheit willen.
  • Und dennoch ist das Konzept des äußeren Bösen größer, ehrfurchtgebietender. Lovecraft hat das verstanden, und darum sind seine Geschichten von dem gewaltigen, zyklopenhaften Bösen so wirkungsvoll, wenn sie gut sind. Viele sind es nicht, aber wenn Lovecraft Geld hatte – wie bei "Das Grauen von Dunwich", "Die Ratten im Gemäuer" sowie der besten, "Die Farbe aus dem All" -, sind seine Geschichten von wirklich packender Wucht. Die besten von ihnen vermitteln uns ein Gefühl des Universums, in dem wir schweben, und deuten schattenhafte Kräfte an, die uns allesamt vernichten könnten, wenn sie auch nur um Schlaf grunzen wprden. Schließlich, was ist das blasse innere Böse der Atombombe, verglichen mit Nyarlathotep, dem kriechenden Chaos, oder Shub-Niggurath, der Ziege mit den tausend Jungen?
  • Pervers, sexuelles Böses
  • Sex, der manchmal in verkleideten, Freudschen Formen dargeboten wird, etwa bei Lovecrafts Vaginalschöpfung, der "Großen Cthulhu"
  • Machtphantasie
  • Das Geschäft, Horror zu erzeugen, ist fast wie das Bemühen, einen Gegner mit Kampfsportarten außer Gefecht zu setzen – man muss die wunden Punkte finden und dann Druck darauf ausüben. Der offensichtlichste psychologische Druckpunkt ist die Tatsache unserer eigenen Sterblichkeit.
  • In den barbrüstigen Schwert- und Magieepen von Robert E. Howard werden die weiblichen "Schwergewichte" beispielsweise als Monster sexueller Verworfenheit dargestellt, die sich in Exhibitionismus und Sadismus ergehen.
  • Dr. Jekyll und Mr. Hyde:
    Dann aber brach er plötzlich in flammenden Zorn aus, stampfte mit seinem Fuß, schwang seinen Stock und benahm sich wie ein Verrückter. Der alte Herr trat einen Schritt zurück, er sah überrascht und ein wenig gekränkt aus. Jetzt aber überwand Hyde alle Hemmungen und schlug ihn zu Boden. Im nächsten Augenblick trampelte er mit der Wut eines Affen mit seinen Füßen auf dem Opfer herum und lies ein ganzes Gewitter von Schlägen auf ihn niedersausen, unter denen die Knochen hörbar zersplittert wurden, und der Körper wand sich auf dem Pflaster. Vor Schrecken über das, was sie da sah und hörte, wurde das Mädchen ohnmächtig.
  • Dr. Jekyll und Mr. Hyde:
    Der Stock, mit dem man die Tat begangen hatte, war, obwohl aus einem sehr seltenen, sehr harten und zähen Holz bestand, unter der Wucht dieser sinnlosen Grausamkeit in der Mitte auseinander gebrochen. Die eine der zersplitterten Hälften war in die Gosse gerollt.
  • Die Kirche lobte "Dr. Jekyll und Mr. Hyde", weil sie glaubte, das Buch zeige die schrecklichen Folgen, die eintreten, wenn man der "niederen Natur" des Menschen auch nur den geringsten Spielraum lässt; moderne Leser sind eher geneigt, Jekyll Sympathien entgegenzubringen als einem Mann, der einen Ausweg – wenn auch nur für kurze Zeit – aus der Zwangsjacke viktorianischer Prüderie und Moral suchte.
  • Das Es und Über-Ich
  • Apollinisch (das Wesen vom Intellekt, Moral und edler Gesinnung "stets auf dem Aufwärtspfad"
    Dionysisch (Ausschweifung und körperliche Befriedigung; die grobschlächtige "Hau-auf-den-Putz" Seute der menschlichen Natur)
  • Psychologische Urteile sind wenig mehr als kaschierte Astrologie
  • In jenen Zustand des Glaubens, in dem die Rüstung der "Vernunft" vorübergehend abgelegt und die Ungläubigkeit beseitigt wurde und das Gefühl für das Wunderbare auflebt.
  • Stephen King:
    Jedesmal, wenn ich auf jemanden treffe, der mir etwas in der Richtung sagt: "Ich lese keine Fantasy und sehe mir keine solchen Filme an; das gibt es doch alles gar nicht"; dann verspüre ich eine Art von Sympathie. Diese Leute können das Gewicht der Fantasie einfach nicht stemmen.
  • In diesem Sinne sind Kinder ein perfektes Publikum für Horror. Das Paradoxon ist folgendes: Kinder, die körperlich recht schwach sind, können das Gewicht des Unglaubes mühelos aufheben.
  • Märchen von Wald Disney, Gebrüder Grimm (Hänsel und Gretel) Horror Geschichten für Kinder.
  • Stephen King:
    Was ich damit sagen will, ist, wenn sie ein sechsjähriges Kind in die erste Reihe einer Vorstellung von "Blutgericht in Texas" setzen, daneben einen Erwachsenen, der vorübergehend außerstande ist, zwischen Schein und "wirklichen Dingen" (wie Danny Torrance es in "Shining" ausdrückte) zu unterscheiden – wenn sie diesem Erwachsenen weiterhin zwei Stunden vor Beginn der Vorstellung eine Dosis Yellow-Sunshine LSD geben -, dann möchte ich meinen, dass das Kind vielleicht eine Woche lang schreckliche Alpträume haben wird. Der Erwachsene könnte durchaus ein Jahr in der Gummizelle verbringen und mit Wachsmalstiften nach Hause schreiben.
  • Nichts ist so schrecklich wie das, was sich hinter der verschlossenen Tür befindet.
  • The Changeling:
    Die Heldin ist zu dem Spukhaus aufgebrochen, das ihr neuer Freund gemietet hat, weil sie glaubt, dass er Hilfe brauchen könnte. Scott ist überhaupt nicht dort, aber eine Reihe leiser, verstohlener Geräusche wiegt sie in dem Glauben, er wäre es. Das Publikum verfolgt gespannt, wie Trish zum zweiten Stockwerk hinaufgeht; zum dritten Stock; schließlich steigt sie die schmale und spinnwebverhangene Holztreppe zum Dachboden hinauf, wo achtzig Jahre zuvor ein kleiner Junge auf besonders üble Weise ermordet worden ist. Als sie den Raum erreicht, wirbelt der Schaukelstuhl des Jungen plötzlich herum und verfolgt sie, jagt sie kreischend alle drei Treppen hinunter, verfolgt sie den Flur entlang und kippt schließlich nahe der Einganstür um. Das Publikum schreit, während der leere Schaukelstuhl die Dame verfolgt, aber der wahre Schrecken ist schon vorbei; er kam, als die Kamera die langen, schattigen Treppen zeigt, während wir uns vorzustellen versuchen, wie es sein würde, diese Treppe empor zugehen und darauf zu warten, dass ein noch unsichtbares Grauen stattfindet.
  • Was hinter der Tür oder am Ende der Treppe lauert, ist niemals so schrecklich wie die Tür oder die Treppe selbst.
  • Spuk im Hillhouse:
    Die nächsten Nachbarn leben in der Stadt; niemand wird hierher kommen. Also wird sie auch niemand hören, wenn sie schreien. In der Nacht. In der Dunkelheit.
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  #3  
Alt 21.11.03, 19:02
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Re: Wichtig - Literatur Lesung... Brauche Feedback...

kleiner Tipp am Rande:
Wenn das so *hüstel* konservative Leute sind, die sich nicht riesig mit dem Thema auskennen, mach das Ambiente nicht ZU düster. Okay, Horror ist zwar auch ein Element des Abends, aber ein Umfeld, in dem sich etwas sensibler angehauchte Seelen schon von vornherein unwohl fühlen, ist nicht das Beste, um jemanden mit etwas Neuem bekanntzumachen.
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  #4  
Alt 21.11.03, 19:10
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Re: Wichtig - Literatur Lesung... Brauche Feedback...

*noch was einfällt* Und vielleicht wäre es ein wenig publikumsfreundlich, Fantasy nicht als eine "Modeerscheinung" in den Köpfen zu lassen, die es erst seit wenigen Jahren gibt (Stichwort: Tolkien als Vater der Fantasy)
Tolkien hat zwar viele Grundsteine gelegt, aber Fantasy ist im Grunde nur die möglichst elegante Form des Märchens für Erwachsene - meiner Empfindung zumindest nach. Selbst Tolkien hatte Vorbilder aus der "normalen" Welt, die schon Jahrhunderte von Jahren als waren - die Parallelen zwischen Hobbits und Leprechauns sind beispielsweise meiner Meinung nach nicht blanker Zufall.
*lieb guck*
Aber ich will dir nicht dein Konzept irgendwie umschmeißen, wenn du mit sowas nix anfangen willst, ist auch nicht schlimm. Ist schon super, daß sowas überhaupt gemacht wird und daß du dich dazu bereiterklärst!
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  #5  
Alt 21.11.03, 19:50
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Re: Wichtig - Literatur Lesung... Brauche Feedback...

*lächel*

ne, das ambiente wird nicht zu düster und zu unfreundlich, das auf keinen fall, aber ich möchte versuchen eine fantastische stimmung aufzubauen. okay, mein hauptbereich in dem ich mich sehr gut auskenne ist horror und danach fantasy und schließlich science fiction. von dem her, werde ich versuchen das ambiente auch in diese richtung zu wählen, bzw. zu gestalten. also eher das fantastische und da gibt es viele elemente die passen wären. die düsteren sachen habe ich nur so mal rein geschrieben, das wird sicherlich noch angepasst werden, aber für mich gehört irgendwie zu einer leseung in diesem stil, eine gewisser maßen düstere stimmung, aber ich werde schon keine aufgeschlitzen leichen aufhängen und paphomets aufzeichnen, ne, das sicherlich nicht

hmmm... ist der eindruck enstanden, das ich fantasy als modeerscheinung darstelle? gut, wenn das der fall ist, versuche ich das noch ein mal durchzugehen und zu korrieriren, natürlich sehe ich fantasy als keine modeerscheinung sondern eher als "die reinkutlur der literatur" *g* in welchem stil auch immer... und ich versuche bekannte namen zu vernwenden um einen anker für die leute zu finden, mit dem sie sich intentifizieren können, von dem sie schon gehört haben. natürlich ist tolkien kein "meilenstein" in der fantasy literatur (okay, er ist berühmt, er hat gute literatur geschrieben, aber er war nur ein autor) sondern nur ein berühmter name, der literatur geschrieben hat, die auf einer wissenschaftlichen basis beruhte und der in den letzen 20 jahren einfach viele anhänger gefunden hat.

tolkien ist für mich eher ein flaggschiff als eine identifikationsfigur im bereich der fantasy. etwas, mit dem man die leute beeindrucken kann, sie auf den richtigen pfad lenken kann...

danke auf jeden fall ich werde versuchen noch ein bisschen darüber nachzudenken, wie ich den schwerpunkt der autoren und der titel legen werde. ich denke, ich werde eher unparteiisch versuchen zu agieren... naja...

so long,

emu...
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  #6  
Alt 21.11.03, 20:09
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Re: Wichtig - Literatur Lesung... Brauche Feedback...

Darf ich fragen, welche Intention, also welches Ziel diese Lesung hat und mit was für Publikum du rechnen kannst?
Weil, je nachdem, wie "unbedarft" die Zuhörer da sind, würde ich sie nicht mit zu vielen Sachen "zubombardieren". Das bisherige Programm wirkt sehr durchstrukturiert und inhaltsreich, aber es kann tierisch anstrengend werden. Du wirst niemals drei Stunden die Leute durchgehend an diesem Thema festhalten können. Und vor allem nicht, wenn sie sich im Grunde die ganzen drei Stunden konzentrieren müssen, um neue Inhalte, die du ihnen präsentierst, aufzunehmen.

Um gotteswillen, ich will nicht klugscheißerisch wirken. Aber allmählich kenne ich die Symptome, die bei Situationen auftreten, wo vom Fach begeisterte Experten einem Laien-Publikum ihr Thema vorstellen - der Zuhörer kommt sich sehr schnell überrollt vor.
Die verschiedenen Punkte und Ausrichtungen in den drei Genres sind richtig und schön - aber überlege, wie wichtig sie sind. Jede dieser drei Rubriken präsentiert nach deinen bisherigen Ausführungen Material, wie man es jeweils sogar schon halbwegs eingelesenen Leuten noch offenbaren kann. Ich bezeichne mich selber weder als Laien noch als Fachidioten, aber ich wüsste nicht ad hoc, was "dystopische Literatur" ist (ich schätze mal, das Gegenteil zur Utopie?)
Jedenfalls sähe ich auf den "armen" Zuhörer da eine Flutwelle an Informationen zurollen - ersäuf sie nicht, Emu. *lieb mein*

Hast du sowas denn vorher schon mal gemacht oder selber an sowas teilgenommen? Wäre auch recht interessant, das zu wissen, um dir unter die Arme zu greifen. Allerdings kannst du jederzeit sagen "halt die Klappe, du hast mir das genug madig gemacht", dann bin ich still.
__________________
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  #7  
Alt 21.11.03, 21:02
Javanoth
 
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Re: Wichtig - Literatur Lesung... Brauche Feedback...

die intention... naja....
okay

anruf:
emu nimmt ab, es ist früh am morgen, 11.33 uhr oder so.
emus mutter: du hast am 31.1.04 ne lesung, das weißt du schon?
emu: häää? *verschlafen* was habe ich?
emus mutter: na, eine lesung. in obsteig. vor unserem dorf, freust du dich denn nicht?
emu: mam, die werde mich wegen meiner meinungen kreuzigen, verbrennen und DANN vierteilen.
emus mutter: ne, du hast ein bisschen ahnung und ich habe dich und mich angemeldet das zu machen. du hast ja ein bisschen eine ahnung, was fantasy, horror und scifi angeht, oder? ich dachte mir du machst fantasy und horror und ich übernehme scifi.
emu: *nach wie vor verschlafen* hä? was soll ich machen? mam, übertreibs nicht, ich habe keine zeit, ich habe keine lust, warum sollte ich sowas machen?
emus mutter: naja... irgendwann am anfang des jahres, werden wir zwei eine lesung in der pfarrbibliothek von obsteig machen, du weißt ja, ich bin da ein bisschen engagiert um den netten dorfbewohnern eine neue perspektive was literatur angeht zu offenbaren, und da habe ich mich entschlossen das zu machen. und ich rechne FEST mit deiner unterstützung.
emu: okay, mam...

jo, das ist der hintergrund zu dieser lesung *g* warum ich das mache )
und das publikum?

nun ja... wie bereits beschrieben, tiroler, oberlandler, konservativ und stur...
okay, wie soll ich es sagen. das publikum kann von mehreren jungen leuten über eine gute gemischte gruppe bis hin zu den alten professoren aus obsteig reichen. daher versuche ich dieses manuskript so auszuarbeiten, das ich frei reden kann, frei improvisieren kann und die leute somit unterhalten. im großen und ganzen arbeite ich dieses scriptum aus reiner freude an der arbeit aus, um es vielleicht später verwenden zu können, für was auch immer.
aber ich möchte in diesem fall gerne sehr gut vorbereitet sein, vor allem, weil das das erste mal ist, wo ich sowas machen sollte, also vor mehreren leuten, unbekannten leuten, reden, und meine meinung zu einen thema kund zu tun, wo ich gar keine ausbildung zu dem thema habe .

jo, ich würde mich eher als laien bezeichnen, der ein bisschen ahnung von der materie hat und gut und ausschweifend reden kann. aber ich möchte diese thematik doch so gut wie es geht ausfeilen und dazu recherchieren um auch mit eventuellen akademikern zurecht zu kommen.
das problem ist, ich muss erst mal ein konzept ausarbeiten, wo ich eben eure meinung brauche um ein breit gefächertes wissen abzudecken und anbieten zu können... und dieser entwurf wird groß sein. ich rechne mit einer entfassung des scriptums um die 60 seiten, wo reine fakten in dem stil von dem vorwort zu finden sind. also ein bisschen biographisch was die verschiedensten autoren angeht, die verschiedenen silrichtungen angeht, etc. und DAS ist mein problem. den schluss zu finden, den schluss um ein breites, gemischten publikum ansprechen zu können.

jo dat wars danke

emu...
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  #8  
Alt 21.11.03, 21:18
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Nimara Askar Nimara Askar ist offline
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Nimara Askar ist auf dem richtigen Weg
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Re: Wichtig - Literatur Lesung... Brauche Feedback...

Okay. Das verschafft einen groben Überblick über die Situation, gut. *g*
Und ich glaube, ICQ ist so etwa ab diesem Punkt eine gute Maßnahme, wenn dich die Meinung dieser
Zitat:
lästige, immer nörgelnde frau, die immer wieder blödsinn schreibt
*kicher* weiter interessiert.
__________________
Regel #1: Bleibe immer der Jäger.
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  #9  
Alt 21.11.03, 21:19
Javanoth
 
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Re: Wichtig - Literatur Lesung... Brauche Feedback...

pheeeew... also, man sollte schon forum von icq unterscheiden können *belehrend kling* das ist so wie mit ic und ooc, also... du weißt eh *wieder still bin* *g*
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